das rezept-rätsel
meine oma hat früher oft haluschka gekocht und das fand ich immer total lecker. ich hatte schonmal nach dem rezept gesucht und nüscht jefunden. neulich hab’ ich also die oma nochmal gefragt, wie das rezept genau geht und sie meinte folgendes:
in rohe weißkohlblätter wird rohes gehacktes mit kleingeschnittenem speck und nicht zu weich gekochtem reis eingerollt. die rollen werden in einen topf geschichtet, es wird wasser draufgekippt und dann wird das ganze zeug in aller seelenruhe weich- und gargekocht. würzen mit pfeffer, salz und paprika nicht vergessen.
das rezept hat omma von einer frau, die so aus der ecke kroatien kam, meinte sie, und normalerweise würde statt weißkohlblättern sauerkraut genommen. ja gut, so weit mal das.
nu guck’ ich eben mal unter “haluska” in der suchmaschine meines vertrauens und finde nun doch ein rezept, wie auch unter “halsuchka”, aber das ist böhmisch, besteht aus ganz anderen zutaten und heißt topfen-haluska, bzw. es kommt noch eigentlicher aus ungarn und heißt genauso eigentlich nochmal ganz anders ööööhm.
alles schön und gut, jetzt haben wir also speck und quark mit band- oder fleckerlnudeln versus weißkohl mit fleisch und reis, spitze!
kennt denn jemand zufällig ein rezept, das die von mir oben genannten zutaten enthält? also das mit dem weißkohl und dem gehacktes? auch wenn ich weiter haluschka zu dem weißkohlzeug sagen werde, würde mich das jetzt einfach mal interessieren.
update:
des rätsels lösung kam von der hedonistin (vielen dank!): töltött káposzta heißt das wohl, was ich suche.
:°)


lass es einfach eine schöne, geschmackvolle erinnerung bleiben *g*.
hallo unentwegte,
ohne speck wird es in palästina gekocht, genau wie beschrieben.
aaaaaaaber…
niemand kocht wie oma in unserer kinderzeit, auch all meine versuche sind unvollkommen geendet. die gewisse prise *liebe* fehlt…
was gab es neues im westen?
lg kelly
Meine Liebe,
möchte mich Kelly anschließen: niemand kocht so gut wie die jeweiligen Omas. Meine war unschlagbar.
Ich kenns auch als Topfen-Haluska; wenn du willst, erkundige ich mich hierorts intensiver, scheint eher bei uns üblich als bei euch.
Und jetzt ein
Gutenachtbusserl
vom Gschropperl
Bei dem gefüllten (Sauer-)Kraut, wie Sie es beschreiben, handelt es sich vermutlich um die ungarischen Töltött káposzta.
Hedonistin hat völlig recht.
Töltött (= Gefülltes) Káposzta (= Kraut).
Bei unseren serbo-kroatischen Nachbarn heißt das gleiche Gericht Haluschki.
Ein bisserl langwierig in der Vorbereitung um die blanchierten losen Krautblätter zum einwickeln zu gekommen. Aus dem Krautkopf schneidest du unten grosszügigst den Strunk heraus und legst den Kopp dann mit der Höhlung nach unten in einen großen Topf mit dem Koch-Salzwasser. So klappt´s am besten.
Schmeckt köstlichst, aber die ganze Bude (samt Treppenhaus) riecht dann nach den Krautwickerln (= der bayrische Ausdruck dafür).
Im Prinzip kannst du in die Krautblätter alles einwickeln. Meine ungarische Oma hat damit kaltlächelnd die wohlschmeckendste Resteverwertung betrieben. War schon ein Running-Gag in der Familie wie die Dinger ” wohl heut wieder schmecken”. Oma hat immer nur gegrinst.
sehr verhängnisvoll das denken ans essen…
bereits um 11uhr hatte ich gestern meine mittagsmahlzeit abgeschlossen. *grins*
trotzdem hab ich das gefüllte kraut bereits wieder gespeichert. die krautwickel in palästina hatten die grösse und umfang eines fingers, dafür massen…
auf meine verwunderte frage:
wir haben zeit – intifada!
als beweis hatte ich bei uns kohlrouladen gemacht.
kommentar:
very nice germany *ggg*,
von den mädchen!
ein gutes WE.
@ gabriel: na also, wunderbar, dann stimmt das mit dem haluschka ja fast und ist in diesem falle doch kroatisch wie omas bekannte.
das mit der resteverwertung stelle ich mir auch spannend vor, grins.
@ kelly: wer spätestens um sechs aufsteht, darf auch um elf mittagessen, finde ich!
mit der fingerdicke würde ich persönlich das nicht übertreiben, aber wir werden sehn; ich besorge heute mal ‘nen weißkohl auf dem markt. hab’ aber auch noch ein südindisches weißkohl-rezept gefunden; das probiere ich dann gleich mit aus.
@ alle: die sonne scheint!
:°)
das gericht desen rezept du suchst heißt auf kroatisch “SARMA” MfG Manuel
http://www.chefkoch.de/rezepte/1023281207493323/Krautwickel-Sarma.html ein link zu einer rezeptvariante von sarma. MfG Manu
@ manu: ja danke, das klingt ja auch schwer lecker! werd’ ich mal bei gelegenheit ausprobieren.
:)