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Wenn der Server streikt – DDoS-Attacken

DDoS-Attacken (DDoS = “Distributed Denial of Service”, wörtlich: Verteilte Arbeitsverweigerung) sind, wie wenn tausende von Leuten auf einmal auf dich einreden, alle was anderes fragen und alle gleichzeitig eine Antwort wollen. Ziemlich ätzend also und im besten der Fälle hältst du dann einfach die Klappe, bis die sich alle mal wieder beruhigt haben.

(Natürlich koche ich im Folgenden diese hoch komplizierten Vorgänge auf ein verträgliches Maß runter, das auch die Comic-Zeichner unter uns verstehen; wer hier also was wissenschaftlich Korrektes erwartet, sei auf diese, diese und diese Seite verwiesen; da gibt’s genug ausführliches Material zum Thema.)

Im Internet geht es bei DDoS um einen überforderten Server, also einen Computer, der in der Regel ziemlich viel Speicherplatz zur Verfügung hat und die Internetauftritte von Firmen etc. beherbergt, die eins sich dann im Internet angucken kann.
Überfordert wird der Server von tausenden von Anfragen, die aus den verschiedensten Ecken der Welt alle auf einmal oder zumindest in sehr schneller Reihenfolge hintereinander über längere Zeit auf ihn abgefeuert werden. Unter “Anfragen” werden simple Aufrufe einer Seite, Datenbankabfragen, das schicken von dicken Datenpaketen etc. zusammengefasst. Mit dieser Datenflut, die reinkommt und raus soll, kommt der Server nicht klar, weshalb er dann erstmal die Arme verschränkt, sich zurücklehnt und gar nix mehr macht.

Beim Server des Bloganbieters vieler meiner Leser_innen könnte eins immer mal auf die Idee kommen, dass da ständig DDoS-Attacken gefahren werden, daber das scheint nur so, glaube ich, grins. Oder doch?

Während dieser genannte Server schon beim ganz normalen Gebrauch ständig zusammenbricht, verhält sich das mit der Überforderung eines Servers durch DDoS-Attacken ein bisschen anders: Hier legt es jemand darauf an, einen Server zu blockieren und zum Absturz zu bringen. Die Mittel dazu sind Programme, die es schaffen, die o.g. Anfragen aus den unterschiedlichsten Ecken der Internet-Hemisphäre schnell und oft hintereinander auf den Server einprasseln zu lassen. Ungefähr so, als würdet Ihr sämtlichen Bekanntenden Befehl geben, ein und der selben Person  am gleichen Tag von überall her jede Menge Postkarten zu schicken. In diesem Fall läge dann der “Denial of Service” beim Postkasten der Adressatin, der mit der Flut an Postkarten nicht mehr klar käme und einfach keine mehr aufnehmen könnte.
(Eigentlich ist der Ausdruck “Distributed Denial of Service” auch ein bisschen schief zusammengesetzt, denn es handelt sich ja nicht um einen Arbeitsverweigerung, die verteilt stattfindet, sondern die Arbeitsverweigerung findet ja erst statt, nachdem ein verteilter Angriff erfolgte, aber das nur am Rande.)

Sinn und Zweck von DDoS-Attacken liegt in der Schädigung von Website-Providern, Firmen, PolitikerInnen, irgendwie engagierten Websites (wie z.B. diversen Verbraucherschutzseiten) oder öffentlichen Stellen. Da sollen die Arbeitsbläufe gestört und Informationen sollen unzugänglich gemacht werden. Von wirtschaftlichen Interessen über technische Spielfimmel und pure Bosheit bis hin zu politischen Motiven kann so ziemlich alles Ursache für eine DDoS-Attacke sein.

Jaaa, prima, wenn eins sich um sowas nicht auch noch kümmern muss, gell?

:°)

10. February 2009 » 4 Kommentare
  1. GaNe sagt am 11. February 2009 um 06:49 Uhr:

    Ui – alles für mich! Danke! Jetzt hab ich´s komplett verstanden.

    Rest folgt demnächst per Mehl, weil ich jetzt erstmal mit der Ricki wieder rennen gehen muss. :)

    Busserls derweil!

  2. gschropperl sagt am 11. February 2009 um 21:23 Uhr:

    Meine Liebe,
    melde mich zurück aus Bad Popsch. Versuche mich gerade an die hiesigen Gegebenheiten zu gewöhnen, fällt mir gar nicht leicht. Wird nur geschönt durch die Tatsache, dass die Kolleginnen langsam aber doch ihre Winterpause beenden und hin und wieder ein Eierl purzelt. Nur an der Größe müssen sie noch arbeiten :-)
    Morgen in Zähnen unterwegs (GRAUEN!), sonst Erledigungen und Computerspielen.
    Hab grad verärgert festgestellt, dass ich mir für den kommenden F13 eine Fortbildung gebucht habe, da muss ich leicht eingeraucht gewesen sein. :-(
    Aber sonst kommt langsam alles ins Laufen. Zwei, drei Jahre noch, dann sollte ich wieder à jour sein.
    *grins*
    Ich hoffe doch, dass bei dir auch alles in Ordnung ist und du das Leben genießt! Gibts was Neues? Wenn, dann hoffentlich nur Angenehmes!
    Jetzt wünsch ich dir mal einen angenehmen Abend (oh, ich denke, den hast du gerade!) und morgen einen schönen Tag!
    Dickes Busserl
    vom Gschropperl

  3. kelly sagt am 12. February 2009 um 07:09 Uhr:

    unter arbeitsverweigerung von servern kann ich mir nun auch was vorstellen *ggg*.
    eigentlich hatte ich immer das bild einer verstopften datenautobahn…
    so bekommt mensch unentwegt neue informationen – wenn der/die server funzen!
    mehl folgt bei gelegenheit, heute auch wieder aktion, wenn das fellkind ausnahmsweise mal schläft und friedlich ist dann verlangen die anderen nach meiner aufmerksamkeit.
    liebe grüsse nach berlin!

  4. gschropperl sagt am 12. February 2009 um 17:10 Uhr:

    Juchu, meine Liebe!
    Das Gschropperl hat den Zahnarzt überlebt (er auch, knapp) und freut sich SEHR auf ein Telefonat heute Abend! Dienstag war ich XXL bei meinen Eltern, hat grad so gepasst.
    Heute auch Finanzamt und Fundamt und Tante Doktor, und soweit schauts gar nicht schlecht aus. Viel erledigt. Und weil zwischendurch noch eineinhalb Stunden Zeit war – auch sowas passiert! -, in der Bücherei Ballast getankt (und pakistanisches Essen, tellerweise …).
    Und jetzt eine Portion Erholung mit Musik und Solitaire.
    Bis später, derweil ein Busserl
    vom Gschropperl

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