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mein lieber herr gesangverein!

gestern abend im tipi: jocelyn b. smith

PUUUHA!

:°)

01. June 2009 » 2 Kommentare

und wo wir schon dabei sind:

letzten dienstag in der kulturbrauerei: terakaft – desert blues vom feinsten

:°)

01. June 2009 » 0 Kommentare

das land der drehknöpfe

neulich waren das gschropperl und ich ja so’n paar tage unten am atlantik, an der algarve, in portugal. da konnten wir bei ‘nem freund vom gschropperl wohnen, was ja schon sehr klasse ist, so als mittelding zwischen zelt- und schlafsackromantik und hotel-gedöns (danke nochmal an m.!).

morgendämmerung - blick aus meinem fenster

(generelle gebrauchsanweisung: bei klick auf die kleineren bilder seht ihr eine etwas größere version.)

altstadt von lagos

lagos, so heißt der ort und wird “lagosch” ausgesprochen, ist ein fischerort mit jeder menge tourismus und einer langen vergangenheit, denn hier waren von den phöniziern und den griechen über die karthager und die mauren schon immer jede menge leute unterwegs.

heute sind das eher die menschen von den britischen inseln (dann die leutchen aus holland und dann die deutschen), die jedes jahr die stadt erobern, aber wenigstens nicht ganz so rüde wie in alten zeiten. also, hoffe ich jetzt mal. in den supermärkten schlägt sich das aber auch wieder, denn neben red chester-käse, marmite und leckeren keksen konnte ich auch das eine oder andere glas eingelegte gurken ausmachen, von einer firma, deren name mit “k” anfängt und mit “ühne” aufhört.

mit englisch kommt eins also schonmal ziemlich gut durch. dann versuchte ich mal wenigstens ‘ne mischung aus englisch und portugiesisch: “hello, i’d like to have a galão and a mineral water com gas, se faz favor” — was beantwortet wurde mit “ein kaffee mit milch und ein mineralwasser für die dame, jawohl, kommt sofort.” – >seufz< immer das gleiche. :)))

altstadt mit kirche santo antónio

jedenfalls: lagos heißt so wie die nigerianische hauptstadt lagos, weil das portugiesische lagos die erste anlaufstelle für die sklavenschiffe aus afrika war. ein nicht so schöner aspekt der geschichte. das mit der (geschriebenen) namensgleichheit ist auch deshalb interessant, weil es offensichtlich leute gibt, so kam dem gschropperl zu ohren, die nach portugal wollten und in nigeria landeten – ähäm …

okai, das portugiesische lagos hat einen stadtkern innerhalb einer stadtmauer, in dem jede menge gässchen diverse bergchen und tälchen rauf- und runterwuseln. mittendurch in einem affenzahn die personenwagen, obwohl eins manchmal denken könnte, dass die außenspiegel an der wand entlangkratzen müssten, so eng wird’s oft. fahrräder findet eins dagegen weniger, dafür sind die steigungen zu arg. (fahrräder gibt’s schon, aber eigentlich nur von touristen im typischen fahrrad-outfit mit sturzhelm geführt, die ihren urlaub dezidiert als fitness-angelegenheit betrachten.)

kamin mit gipsvogel ...

dingens zum tun mit echter möwe

außerhalb der stadtmauer wird die bebauung platzmäßig etwas großzügiger, dafür muss eins sich aber auch diverse bausünden aus den letzten dreißig jahren gefallen lassen. zum glück gibt’s dann aber auch wieder sehr schicke häuser, die in ihrer architektur den arabischen einfluss nicht verhehlen.

bougainvillea, dass es schöner fast nicht mehr geht!

und blumen leute, bluuumen und vegetation überhaupt in hülle und fülle, zumindest in den gärten. superschön!

.

praia dona ana

von den tausenden von blumenbildern bringe ich mit der zeit noch ein paar mehr, denn jetzt geht’s erstmal an die strände. lagos hat davon nämlich acht. von ganz großen wie der meia praia im osten (4 km feinster sandstrand) über kleinere, an die eins teilweise nur durch das herunterklettern von 221 stufen kommt (praia do camilo) bis zu fkk-stränden, die in (fast) keinem reiseführer wirklich erwähnt werden. windgeschützt durch wild zerklüftete felsen oder gar nicht geschützt, was ultra-sonnenhungrigen gefällt und – bei wind, von dem’s wirklich genug gibt – auch den surferInnen.

meia praia

an der meia preia haben wir jede menge muscheln gefunden, teilweise groß genug, um locker einen espresso draus zu trinken. die meia preia ist im sommer wahrscheinlich der horror, weil völlig überlaufen und handtuch-an-handtuch, aber als wir da waren, jetzt so im mai, waren nur wenige leute unterwegs, die wie wir muscheln gesammelt haben oder ihren promenadenmischungen die tennisbälle in die wellen warfen, die jene dann mit begeistertem gekläff zurückholten. wenn sie (jetzt wieder die menschen) nicht an einem abschnitt des strandes im abstand von ein paar metern die angeln ausgeworfen hatten. die sie dann aber auch brav wieder einholten, als mittags um eins der pfiff zum abräumen gellte. spannendes schauspiel, das.

für etwa eine stunde ganz für mich alleine ...

an den meisten stränden herrscht der ganz feine sandstrand-sand vor, bloß an einem war der sand ein bisschen gröber und enthielt einen ganz eigenen kosmos aus kleinen und kleinsten muscheln, schneckchen, steinchen etc.pp. mir hat das ungemein spaß gemacht, da auf entdeckungsreise zu gehen, einmal rum um mein strandtuch.

das wasser, wie ihr sehen könnt, glasklar, alle schattierungen zwischen aquarium-blassgrün bis tief dunkelblau durchlaufend und arschkalt. also maximal 18 grad. ich hab’ zwar inzwischen gehört, dass das doch ok sei, aber das ewige hyperventilieren beim reingehn fand ich ja doch ein bisschen mühsam. was mich aber nicht davon abhielt, mindestens einmal am tag zu hyperventilieren, grins.

misjöö

es hat auch spaß gemacht, die möwen zu beobachten. die gegenüber von unserem haus genau so wie die am strand, die gegen abend so ganz unverfänglich ankamen und guckten, ob wir nicht irgendwas leckeres für sie in petto hätten – teilweise bis auf zwei, drei meter.

zu besuch an den strand kamen auch immer wieder irgendwelche hunde. hunde laufen da unten meistenteils frei in der gegend rum, tun sich auch gerne mal zu zweit zusammen und machen die gegend unsicher. irgendwer findet sich auch immer, der oder die mal zur belustigung ‘n steinchen schmeißt. keine ahnung, ob die dann abends immer wieder nach hause zockeln und sich dort das abendessen abholen; die hunde, die ich so gesehen habe, sahen jedenfalls nicht wirklich straßenkötrig-verlottert aus.

muschelbeute

was sehenswürdigkeiten angeht, so gibt es in lagos neben der kirche santo antónio und dem daneben gelegenen sklavenmarkt in der fußgängerzone eine statue vom „ersehnten König Sebastião“, quasi einem portugiesischen könig artus, deren machart so gar nix mit den größtenteils wirklich alten gebäuden rundrum zu tun hat, mit ihrem raumanzug und dem zu ihren füßen liegenden passenden raumanzugshelm.

schick, oder?

immer wieder schön sind die häuser mit den “azulejos” (http://de.wikipedia.org/wiki/
Azulejo
) genannten kacheln. das grüne haus hat mir z.b. ausgesprochen gut gefallen.

auf dem boden immer wieder mosaike wie das von der krake. das gschropperl vermutet, dass das vielleicht früher auch gut war für leute, die nicht lesen konnten; die konnten dann anderen erzählen, dass in der straße mit den schwertfischen auf dem boden ein barbier war, der einigermaßen human zähne ziehen konnte. nur mal so als beispiel.

klingt plausibel, finde ich. und ist in jedem fall sehr nett anzusehen.

straßenmosaik

vom hafen aus kommt eins über den fluss bensafrim an den alten befestigungsanlagen vorbei aufs meer. das fort “ponta da badeira” ist heute ein museum mit wechselnden ausstellungen.

als wir da waren, hatte ein künstler namens josé maria s. pereira unter dem namen “caminhos do vento” (wege des windes oder so) wunderschöne skulpturen ausgestellt, die sich je nach wind in sich bewegten und die richtung änderten, klapperten und klirrten.

puha, war ich begeistert!

caminhos do vento - skulpturen

begeistert waren wir auch von der schiffstour durch die grotten, die es überall zwischen den felsen zu finden sind. was hatten wir auch für ein glück: es war ebbe, wir hatten das boot für uns, unser bootsführer war ein supernetter echt portugiesischer fischer, der immer dann anhielt, wenn ich den fotoapparat zückte.

grotteneinfahrt

irgendwann ließ ich das mit dem fotografieren, denn sonst wären wir nie angekommen, grins. allerdings musste ich auch ab und an die eine oder andere felsformation fotografieren, denn sonst wäre der mister nicht weitergefahren, breitgrins. was dazu führte, dass ich zu hause vor den bildern saß und mich ein bisschen ratlos fragte, warum ich bitte das und das bild überhaupt aufgenommen habe … noch breiter grins.

.

jedenfalls war das licht-und-schatten-spiel in den grotten schon sehr faszinierend: teilweise waren die felsen richtiggehend lila und darunter leuchtete das wasser in allen grünschattierungen überhaupt, waaaah, echt!

.

auf dem rückweg gönnte uns unser bootsmensch einen kleinen sprint übers meer – was haben wir gegröhlt – nur fliegen ist schöner!

nach diesem ausflug aufs meer hatten wir mächtig kohldampf, womit wir beim essen überhaupt angelangt wären.

ja also: spitze! geh auf den bauernmarkt oder den fischmarkt, decke dich mit gemüse ein (und iss die besten tomaten deines lebens), hole dir ein stück espada (degenfisch) und du kannst supergut selbst kochen.

geh’ in den supermarkt, lasse alle importe englischer und deutscher provenienz beiseite und decke dich mit einheimischem gebäck, wurst und käse ein und du wirst sehr preiswert sehr glücklich!

geh’ in ein restaurant, das auch einheimische frequentieren, und futtere dich durch bergeweise unglaublich gute meeresfrüchte oder auch ein steak durch und du wirst nicht enttäuscht! nee, also echt nix zu meckern am essen da unten. ich hab’ das gefühl, ich hab’ erst einen bruchteil von dem probiert, was portugal so an leckeren sachen zu bieten hat, aber da ich da eh nicht das letzte mal war und ich noch jung bin (grins), seh’ ich da keine weiteren probleme. :)

ach so, ja, die drehknöpfe! hat dort so ziemlich jede tür. ich musste mich schon nach zehn tagen wieder richtig an die türklinken hier in deutschland gewöhnen.

weihnachtssterne

wie gesagt: in portugal war ich nicht zum letzten mal.

ich glaube, der mai ist ‘ne gute zeit, sich in portugal aufzuhalten: tagsüber wird’s schon angenehm warm (zum wandern und überhaupt bewegen gerade richtig) und nachts ist es zwar noch kühl und mit wind richtiggehend kalt, aber wenigstens kann eins gut schlafen.

lampe

die sonne ist schon intensiv genug, dass sich eins genügend den sonnenbrand holen kann, wenn eins nicht aufpasst, so wir mir das passierte (zum glück gibt’s überall aloe und in der apotheke notfalls auch aloe-gel), will heißen: braun wirste dort allemal.

und überhaupt hält sich das mit den touristen noch gut in grenzen: ich hatte nicht das gefühl, mich durch menschenmassen graben zu müssen und doch ist es auch nicht mehr völlig ausgestorben; ziemlich nett eigentlich.

als nächstes würde ich gerne ‘ne tour vom norden in den süden den atlantik entlang machen und dann vom westen in den osten richtung spanien.

na mal sehn, irgendwann krieg’ ich das hin.

...

:°)

26. May 2009 » 3 Kommentare

rhabarber barbara

ahahahaha!

und wo wir schon dabei sind (dazu kommt’s wenn eins dann weider bei youtube unterwegs ist), noch einer der schönsten zungenbrecher, die ich kenne, besonders, wenn von einem nordlicht vorgetragen:

Die tütelige Teetante

Immer,
wenn die tütelige Teetante
den Tee
in die Kaffeetüte getan hatte,
tütete
die patente Nichte der Teetante
den Tee
von der Kaffeetüte
in die Teetüte um.

:°)

19. April 2009 » 22 Kommentare